Vollmondfotografie
Vor wenigen Tagen habe ich mich selbst das erste Mal mit der Vollmondfotografie beschäftigt.
Meine Erfahrungen möchte ich hier in wenigen Worten mit euch teilen, damit ihr beim nächsten Vollmond auch losziehen könnt um eure Bildvorstellungen zu verwirklichen.

Zunächst einmal wird eine möglichst lange Brennweite benötigt.
In meinen Augen mindestens 200mm, besser noch länger. In meinem Beispielbild wurde auf 200mm zurückgegriffen. 
Der Mond ist dennoch so nah, da ich eine 42 Megapixel Kamera besitze und hier noch einiges in der Bildbearbeitung im Zuschnitt rausholen konnte. 
Ich zeige euch kurz das Bild einmal aufgenommen mit 200mm unbearbeitet und im Vergleich dann das gleiche Bild, 
aber entsprechend in der Bildbearbeitung zugeschnitten und im Farbton verändert
Schon krass was man mit viel Megapixel und Bildbearbeitung noch alles rausholen kann ohne zu viel Bildqualität zu verlieren…
unbearbeitet (out of camera)
unbearbeitet (out of camera)
zugeschnitten und bearbeitet
zugeschnitten und bearbeitet
Neben einer langen Brennweite ist vor allem ein Stativ für ein verwacklungsfreies Bild notwendig.
Solltest du kein Stativ oder ähnliches haben, kommt es auf eine ruhige Hand, sowie eine möglichst kurze Belichtungszeit an.
 In meinem Fall musste es schnell gehen, da der Mond nur einen kurzen Augenblick hinter den Bäumen zu sehen war. 
Ich wollte aber genau den Moment aufnehmen, da es dem Bild mehr Tiefenschärfe verleiht. 
Demnach bin ich mit der Belichtungszeit runter auf 1/160sec und siehe da, das Bild ist komplett scharf. Generell macht es das Bild natürlich wesentlich spannender fürs Auge, als wenn nur der Mond zu sehen wäre. Siehe folgenden Vergleich:

Last but not least noch zu den Kameraeinstellungen.
Die Blende habe ich auf F8,0 eingestellt für ein durchgängig scharfes Bild. 
Die Belichtungszeit wie gesagt auf 1/160sec, da ich kein Stativ zur Hand hatte. 
Mit Stativ kannst du natürlich wenn notwendig länger belichten. 
Achte aber darauf keine zu lange Belichtungszeit zu wählen, ansonsten zieht der Mond aufgrund der Erdumdrehung Spuren. Dadurch hast du dann keinen knackscharfen kreisförmigen Mond mehr auf dem Bild. 
Umso länger die Brennweite ist, desto kürzer solltest du hierfür belichten.
Am besten tastest du dich selbst an die richtige Belichtungszeit ran, in dem du die genannten Vorgaben beachtest.
Es kommt dabei auch immer auf die Mondphase an.
Einen Pauschalwert kann man schlicht nicht sagen. Ich denke aber mit 1/80 kannst du beim rantasten beginnen. Ohne Stativ natürlich entsprechend bei einer kürzeren Belichtungszeit.


Den ISO würde ich dann gem. den anderen Parametern entsprechend anpassen.
Wenn deine Kamera schon bei niedrigen ISO Werten zum rauschen beginnt, sollte dieser möglichst gering gehalten werden. In meinem Bild habe ich mit ISO 200 die gewünschte Belichtung erreicht und dadurch auch sehr wenig Rauschen im Bild.


Zusammengefasst ist in meinen Augen folgendes zu beachten:
1) Möglichst lange Brennweite nutzen (200mm oder mehr)
2) Umso geringer die Brennweite umso mehr Megapixel sollte deine Kamera für den optimalen Zuschnitt in der Bildbearbeitung haben. Ansonsten ist das Bild nur noch Matsch
3) Stativ ist von Vorteil
4) Die idealen Kameraeinstellungen gibt es wie immer nicht.
Würde aber auf eine gute Schärfentiefe (z.B. Blende F8.0) achten.
Die Belichtungszeit möglichst kurz halten (z.B. 1/80sec)
Und den ISO so gering wie möglich wählen. (ideal wäre natürlich ISO 100)
Hier muss aber je nach Bedingungen variabel darauf reagiert werden.
Ich hoffe mit diesen Infos gelingen dir demnächst auch wunderschöne Bilder vom Vollmond.
Bei Fragen oder Anregungen oder Interesse an einem meiner Bilder bitte wie immer auf Instagram oder per Mail unter fabianzocher-fotografie@outlook.de bei mir melden.
Vielen Dank!
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