Roadtrip Albanien
Im Juni 2019 sollte es mit 2 Kumpels für 10 Tage nach Albanien gehen. Los ging es in München. 
Einige Bierdosen später sind wir auch schon in Tirana gelandet.

Eine Deutsch-Albanierin, welche wir am Flughafen getroffen haben, war so nett uns ein wenig die Stadt zu zeigen. Bis auf eine Roof-top Bar auf dem Skytower hat mich bzw. uns die Stadt nicht wirklich überzeugt. Für einen Trip mit Kumpels ist es aufgrund der billigen Preise aber ein ganz nettes Ziel. 
Für Sightseeing oder auch aus fotografischer Sicht ist Tirana in meinen Augen nicht empfehlenswert. 
Aber das kommt dann ja auch immer ein bisschen drauf an was man fotografiert.
Zu mir hat es nicht gepasst. Ich muss aber ohnehin sagen, dass es hier noch weniger als in Indonesien um die Fotografie ging.

 Etwas wandern, Strand und Party war angesagt. Deshalb habe ich auch nur meine kleine Sony RX III im Gepäck gehabt, welche aber auch ganz nette Bilder macht. Eigentlich wollte ich diese mal als Unterwasserkamera nutzen aber bis dato habe ich mir noch kein entsprechendes Gehäuse zugelegt.
Am nächsten Morgen haben wir den Mietwagen abgeholt und uns auf die abenteuerliche Fahrt nach Valbona, ein Tal in den Bergen im Norden von Albanien, gemacht. Abenteuerlich trifft es hier wirklich auf den Punkt.
Der Bergpass dorthin war sehr schlecht ausgebaut und auch nicht gut gesichert. Dass ein Teil der Straße einfach mal den Hang heruntergerutscht ist oder Steinbrocken auf dem Weg liegen, war nichts Besonderes. 
Als dann auch noch ein Unwetter in der Ferne aufkam hatten wir ehrlich gesagt etwas Bedenken… umdrehen hätte aber auch keinen Sinn gemacht.

Glücklicherweise hat es uns nur gestreift und wir sind gegen Abend in Valbona angekommen.
Hier gibt es sowohl Hotels als auch Campingplätze. Vorab gebucht hatten wir nichts und hatten aber auch kein Problem etwas zu finden.
Tags drauf machten wir uns auf in die Berge, zunächst zu einem kleinen Wasserfall dann weiter auf den Grat, von wo aus man dann auch das Bergdorf Teth schon sehen kann. Bis Teth wäre es nochmal genauso weit gewesen wie umzudrehen. Dennoch sind wir nicht weiter, da wir dann am nächsten Tag dieselbe Tour zurücklaufen hätten müssen. 
Auf dem Rückweg kehrten wir noch in einer kleinen „Berggaststätte“ ein, wenn man das überhaupt so nennen kann.
Völlig erschöpft sind wir dann am Abend wieder in Valbona eingetroffen. Nach einer weiteren Nacht im Tal ging es dann am nächsten Tag mit Übernachtungsstop im Kosovo, in den Süden Albaniens.
Im Nachhinein wären wir besser noch etwas länger in den Bergen geblieben. Hierzu aber später mehr. 
Der Zwischenstop in Prizren hingegen war ein voller Erfolg. Neben einer schönen Altstadt hat es auch am Abend super Musik und Open Air Partys in der Stadt gegeben. Hier muss ich nochmal hin!
Der Süden hingegen konnte mich leider nicht besonders überzeugen. Hotel an Hotel und sehr viel einheimischer Badetourismus. Damit habe ich nicht gerechnet.
Stopp haben wir in Vlora, Saranda und Ksamil gemacht. Alles nette Orte, wenn es einem nur um Badespaß geht.
Mir hat es aber tatsächlich im unberührteren Norden um einiges besser gefallen.

Das „Blaue Auge“ eine Quelle im Süden ist schon sehenswert aber auch total überlaufen. 
Ksamil punktet mit seinem türkisblauen Wasser, ist aber im Juni auch sehr überlaufen gewesen.
Geht am besten nicht an den Hauptstrand, sondern auf die andere Seite von Ksamil. Der Strand ist nicht ganz so überlaufen und auch sehr sehenswert. Ich habe euch den Strand unten in der Karte entsprechend markiert.
Vlora
Vlora
Ksamil
Ksamil
Ksamil abseits des Hauptstrandes
Ksamil abseits des Hauptstrandes
Wegmarkierung
Wegmarkierung
Auf dem Weg von Vlora nach Ksamil gibt es im Ort Dukat noch ein nettes einheimisches Restaurant. Die Karten sind nur provisorisch auf Englisch übersetzt und nicht wirklich aussagekräftig. Letztendlich eine echte Überraschung was man bekommt, wenn man nicht gerade Albanisch spricht. Uns hat es aber überzeugt! 
Der Besitzer des Restaurants „Resorant BELULI SEHIT“ hat sich auch sehr über unseren Besuch gefreut! 

Nochmal zurück zu den Stränden. Sucht euch am besten nicht die Strände an den bekannten Touristenorten wie Vlora, Kamsil etc. auf, sondern die abgelegenen Strände. Diese sind meistens nicht überlaufen und auch noch sehr unberührt. Absolut empfehlen kann ich hier den Gjipe Beach. Der Weg dorthin, kommend vom Norden entlang der Küste über einen Bergpass, ist allein schon ein Highlight und der Strand selbst weiß auch sehr zu überzeugen. 
Vom Parkplatz aus musst du noch ca. 15 Minunten zu Fuß laufen um den Strand zu erreichen. 
Alternative wäre noch ein Offroad Auto, wobei ich mir nicht mehr sicher bin ob der Weg für Touris erlaubt ist.

Den letzten Stop während unseres Roadtrips durch den Balkanstaat legten wir dann noch in Berat ein.
Für junge Leute würde ich hier das Backpagger Hostel (http://berat-backpackers-hostel.berat.hotels-al.com/de/) empfehlen.
Ja es ist ein Hostel mit mehreren Betten im Zimmer aber wir hatten hier auf jeden Fall unseren Spaß mit den anderen Gästen sowie mit dem witzigen Besitzer des Hostels. Der Abend ging bis tief in die Nacht hinein bis einer von uns kein freies Bett mehr fand ;) aber auch diese Situation konnte der Eigentümer trotz dem gestiegenen Alkohollevel schnell klären! 
Der Abend wird uns noch allen sehr lange in Erinnerung bleiben! Vielen Dank hierfür.

Berat selbst ist auch eine sehr schöne und sehenswerte Stadt mit einer romantischen Ader. Ein wirklich gelungener Abschluss!

Zum Essen kann ich hier das Antigoni Restaurant sehr empfehlen. Abraten hingegen würde ich vom Local Restaurant Onufri. Hier haben wir schlechte Erfahrungen gemacht. 

Neben derm Backpagger Hostel gibt es noch einige schöne Unterkunfte im Inneneren der Burgmauern, welche über der Stadt thront. Schaut am besten mal in Airbnb vorbei.

Bevor es zurück zum Flughafen ging wollten wir in Tirana noch den Aussichtspunkt überhalb der Stadt mitnehmen. Eine sehr schöne Anlage mit Restaurants und sogar mit einem Minigolf Platz. 
Albanien konnte bei mir vor allem mit den Bergen im Norden sowie mit Berat und den billigen Preisen überzeugen. Landschaftlich ist der Norden ein absoluter Traum und es gibt noch so viel zu entdecken.
Der Süden hingegen war nicht mein Fall, klar es gibt wirklich schöne Strände wie den Gjipe Beach. Aber zum Großteil auch sehr dreckig und mit Hotelbauten zugepflastert.
Abseits der Strände in Ksamil
Abseits der Strände in Ksamil
Albanische Autobahn ;)
Albanische Autobahn ;)
Ansonsten lohnt es sich auf jeden Fall einen Roadtrip durch das in Europa noch nicht so bekannte Land zu machen. 
Die Bevölkerung ist hier nett und hilfsbereit, die Preise sehr billig und das Land selbst gleicht noch einem kleinen Abenteuer. Wenn du noch das ursprüngliche Albanien entdecken möchtest, würde ich mich beeilen, da im Moment schon sehr viel gebaut wird und spätestens mit einem möglichen EU-Beitritt wird sich das Land nochmal komplett ändern.
Nur für eine Fotoreise hingegen, gibt es mit Sicherheit ansprechendere Länder als Albanien.

Was ich fast noch vergessen habe... Die Kreditkarte nützt hier eigentlich nur zum Geld abheben. Bezahlen musst du eigentlich alles Bar. Schau also am Besten schon immer im Voraus wo du den nächsten Bankautomaten findest. 
In den größeren Orten ist das in der Regel aber immer möglich.

Achja für etwas Party aufjedenfall Prizren im Kosovo nicht vergessen!
Das war’s dann auch schon wieder mit meinem Bericht aus Albanien.
Hoffentlich konntest du etwas für deine nächste Reise mit nehmen.
Verbesserungsvorschläge bitte einfach direkt an: fabianzocher-fotografie@outlook senden.

Vielen Dank fürs Lesen!
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