Indonesien - 8 Tage Flores
Anfang September 2019 war es endlich soweit und wir machten uns auf den Weg nach Zürich zum Flughafen.
Es geht für knappe 4 Wochen nach Indonesien. Bis auf den Flug nach Bali + Weiterflug nach Flores (Labuan Bajo) wussten wir noch nicht was uns die nächste Zeit erwarten wird. Anders als die letzten Reisen war es kein spezieller Fototrip, die Kamera durfte jedoch trotzdem nicht fehlen. Neben einem Standardobjektiv 24-105 mm war noch mein Stativ mit im Gepäck, aber hierzu später mehr. 

In Labuan Bajo angekommen haben wir uns erstmal einen kleinen Überblick im Zentrum verschafft, die ersten Tauchschulen abgecheckt und eine Unterkunft im Hostel "The Palm" gebucht. Das Hostel ist absolut empfehlenswert! In unserem Stammlocal "Le Pirate" machten wir uns dann die ersten Gedanken für die nächsten Tage. 
Am nächsten Morgen, bzw. eher Vormittag suchten wir uns eine Rollervermietung, da für die nächsten Tage eine kleine Scootertour geplant war. Kleiner Tipp: Den Rollervermietern am Besten schon am Vorabend einen kleinen Besuch abstatten, wir haben erst im 3. oder 4. Laden noch vier Roller bekommen. Preis pro Roller / Tag: 75.000 INR (4,80€). 
Ohne Vorkenntnisse, genauen Plan und Orientierung, aber mit der App "MAPS.ME" ging es dann los Richtung Osten. 
Aus dem Stadtverkehr raus und nach dem ersten Tanken versuchten wir dann den Weg Richtung Denge zu finden.
Aufgrund der wenigen Querstraßen und der super App hatten wir hier auch keine großen Probleme. Mehr zu schaffen haben uns dann aber die Straßenverhältnisse abseits der Hauptstrasse gemacht. So haben wir für 100km fast den kompletten Tag benötigt.
In Denge angekommen, sind wir im Homestay von Blasius untergekommen. Blasius ist ein ehemaliger Dorfbewohner von Wae Rebo (unser Tagesziel für den nächsten Tag). Für Verpflegung ist bestens gesorgt. Wir haben sowohl ein Abendessen als auch Frühstück bekommen. Strom gibt es, sobald es Dunkel wird und geduscht wird in einer Art Brunnen, welcher sich in jedem Zimmer befindet. Wenn du aber auf etwas komfort verzichten kannst, fühlst du dich hier mit Sicherheit pudelwohl.
Am nächsten Morgen ging es dann mit einem Guide knappe 2 Stunden zu Fuß Richtung Wae Rebo. Das Dorf selber ist definitiv sehenswert und wenn du möchtest, kannst du auch eine Nacht dort oben in einer der einheimischen Hütten verbringen. 
Nach dem Mittagessen im Dorf ging es für uns dann aber schon wieder zurück nach Denge und von dort dann mit dem Roller weiter Richtung Ruteng. Die Rollertouren durchs Hinterland sind defintiv eine der Highlights unserer gesamten Reise. Sobald dich die ersten Kinder entdecken, rennen sie auf die Straße und wollen mit dir abklatschen -> #High5Marathon! In Ruteng sind wir dann erst nach Einbruch der Dunkelheit angekommen. Plant eure Touren besser so, dass ihr dies vermeiden könnt. Nicht bei allen Rollern funktioniert das Licht...Hier noch ein paar Bilder auf dem Weg nach Ruteng: 
In Ruteng selbst gibt es mehrere Hotels, manche besser, manche schlechter. Einfach die Augen aufhalten oder die Einheimischen ansprechen, die helfen euch hier bestimmt ein Hotel nach euren Bedürfnissen zu finden. Von Ruteng aus haben wir dann am nächsten Tag den Danau Ranamese,  den Air Terjun Ranamese Wasserfall und das Spider Ricefield angeschaut. Jeweils sind ein paar wenige IDR zu zahlen, wenn man aber bedenkt, dass diese hoffentlich der armen einheimischen Bevölkerung zu Gute kommen, zahlt man die für Europäer minimalen Eintrittspreise doch gerne.
 Sowohl das Reisfeld, unsere Unterkunft als auch den See haben wir alles spontan über die App MAPPS ME gefunden.

Nach einer weiteren Nacht in Ruteng ging es für uns aufgrund Mangels an Zeit dann auch schon wieder zurück nach Labuan Bajo. Die schönere Alternative wäre mit Sicherheit gewesen, die Roller One Way zu mieten und in Maumere abzugeben. Wir wollten aber auch noch unbedingt im berühmten Tauchgebiet rund um den Komodo Nationalpark zum Tauchen gehen, weswegen wir uns gegen die One Way Variante entschieden haben.
Zurück in Labuan Bajo entschieden wir uns dann für die Tauchschule Divine Diving, welche absolut weiterzuempfehlen ist.
Der
Preis pro Tauchtag ist zwar dann auch für europäische Verhältnisse hoch, aber von der Qualität und Sicherheit der Tauchschule waren wir alle sehr überzeugt. Ein Tagesausflug mit 3 Tauchgängen kostet inkl. Equipment und Verpflegung 1.750.000 IDR (ca. 110€). 
Das Tauchgebiet rund um den Nationalpark ist sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene Taucher geeignet und wirklich sehr sehr beeindruckend. Die Chance Schildkröten, Mantas oder gar Haie zu sehen ist durchaus gegeben und auch wir hatten das Glück alles mitzunehmen. Aufgrund fehlender Unterwasserausrüstung kann ich euch leider keine brauchbaren Bilder zeigen.

Für den letzten Tag auf Flores war dann noch ein Ausflug zu den vom Aussterben bedrohten Komodowaranen geplant. 
Tourenanbieter gibt es hier zu genüge und ihr könnt einfach selber vor Ort schauen, welche für eure Ansprüche am besten zutrifft. Wer die Zeit hat sollte auch über einen Mehrtagestrip nachdenken. Unsere Tour hat 1.250.000 IDR (80,00€) pro Person gekostet. Zunächst ging es mit dem Schnellboot auf Padar Island. In einem 20 mütigen Fußmarsch gehts zum berühmten Aussichtspunkt. Hier ist das erste Mal Massentoursimus angsagt. Der Blick lohnt sich aber allemal. Fotografisch gesehen ist es aber zur Mittagszeit doch eher ein Reinfall. Zum Sonnenuntergang kommst du aber  nur mit einer Mehrtagestour hin.
Den nächsten Stopp legten wir zum schnorcheln am Pink Beach ein. Sowohl der Strand als auch die Unterwasserwelt ist hier aber nicht wirklich beeindruckend.
Als nächstes ging es dann weiter zum Highlight, der Komodo Insel. 
Auf einer kurzen Rundtour (mittlere Tour) über die Insel (natürlich nur mit Guide) haben wir auch mehrere Warane gesehen. Ob sich diese wirklich freiwillig genau hier aufhielten, konnten wir aber nicht zweifelslos klären. Für uns machte es schon einen komischen Eindruck die Tiere so teilnahmslos direkt am Weg zu finden. Dennoch war es eine beeindruckende Erfahrung den Tieren hier so nahe zu kommen.
Das Mittagessen, welches unser Tourenanbieter mitgebracht hatte, war eine Katastrophe... aber "der Hunger treibt´s nei...". Die letzten Stopps waren noch der Manta Point, sowie eine Sandinsel, welche nur wenige Meter groß mitten im Ozean auftauchte. Am Manta Point hatten wir dann auch noch tatsächlich das Glück mit mindestens 10 Mantas schnorcheln zu können. Was für ein fantastisches Erlebnis!

Alles in allem ein schöner Tag auch wenn es schon eher an eine Touristenabfertigung erinnert und alles zeitlich sehr getacktet ist... gesehen haben muss man den Nationalpark aber. Ich denke auch, dass die Mehrtagestour hier doch deutlich entspannter sein wird.

Zurück in Labuan Bajo gab es noch einen Street-Fisch zur Belohnung! Weiter gings´s für uns dann auf Lombok.
Den Flug wollten wir eigentlich noch am selben Abend Online buchen, was mit Kreditkarte aber nur bis 48h vor Abflug möglich ist.  So blieb uns nichts anders übrig als am nächsten Tag direkt am Flughafen ein Ticket zu kaufen. Auch das war nicht ganz so einfach...
Zum einen haben die Büros´s erst gegen 9 Uhr geöffnet, so waren die ersten Flüge schon auf dem Weg nach Lombok, zum anderen waren einige Flüge schon ausgebucht oder aufgrund des Gepäckes sehr teuer. Nach nervenaufreibenden Stunden sind wir dann letztendlich auf Bali und von dort direkt weiter auf Lomok geflogen. Kostenfaktor ca. 1.500.000 IDR (100€) pro Person.

Fazit Flores:
- unbedingt einen Roller für mehrere Tage mieten und raus aus Labuan Bajo fahren (am besten OneWay nach Maumere)
- unglaublich nette & hilfsbereite Leute
- Super Tauchgebiet rund um Labuan Bajo
- auch den Komodonationalpark inkl. Warane sollte man unbedingt mitnehmen
- Flores ist auch noch gut für Abenteurer und außerhalb von Labuan Bajo sehr untouristisch 


Wie es für uns auf Lombok weitergeht, kannst du gerne in meinem Lombok Blogeintrag lesen, 
ansonsten vielen Dank für´s mitlesen und ich hoffe du konntest das ein oder andere für deine Reise mitnehmen!

Gerne können die Bilder auf Anfrage direkt bei mir erworben werden: fabianzocher-fotografie@outlook.de
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