6 Tage durch den rauen Norden Deutschlands
Endlich Freitag, endlich Wochenende, endlich geht´s nach Norddeutschland.
Ich war zwar schon in Hamburg, Bremen und auch Berlin, aber von der Landschaft oben im Norden habe ich noch nicht viel gesehen. Gehört allerdings schon!
Also ab ins Auto und 1.000km die A7 Richtung Norden.

Anders als bei unseren letzten Roadtrips, konnten wir diesmal den VW Bus der Eltern meiner Freundin nutzen. Was ein Komfort.
Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an Matze (der Bruder meiner Freundin), welcher uns noch die Tage vor dem Trip ein Bett zusammengebaut hat.
Ich war im Lernstress für meine Prüfungen und konnte somit nicht selbst Hand anlegen.
Mitten in der Nacht angekommen, war einmal mehr Verlass auf die App „park4night“. Mit dieser App haben wir noch immer einen Stellplatz für die Nacht gefunden.
Wirklich lange schlafen konnten wir dann aber auch gar nicht mehr. Zum Sonnenaufgang wollten wir schon am Strand von Warnemünde sein. Gesagt getan. Erster Fotospot erfolgreich!
Auf den Fotos könnte man meinen, dass der Leuchtturm mitten in der Natur steht, doch weit gefehlt. Schau`s dir am besten mal in Google Maps an.


Die Sonne zeigte sich an diesem regnerischen Morgen nicht mehr und somit konnten wir auch gleich mal noch dem Gespensterwald in Nienhagen, nur ein paar Kilometer von Rostock entfernt, einen Besuch abstatten. Nur als Locationscouting gedacht, sind echt super Bilder entstanden.
Eigentlich war der Gespensterwald an einem anderen Morgen geplant.
So im Nachhinein muss ich aber schon sagen, dass der Spot im Sommer in meinen Augen, denke ich, einiges mehr hergibt. Dennoch ein schöner Ort, welcher auf einer Tour durch Norddeutschland natürlich nicht fehlen darf.

Gegen Mittag machten wir uns dann auf Richtung Rügen, zu den berühmten Kreidefelsen im Jasmund Nationalpark. Übrigens Deutschlands kleinster Nationalpark.
Von Sassnitz aus ging es am Strand entlang, vorbei an der Piratenschlucht, bis ein unglaublicher Felsen in die Ostsee hervorragte. Was ein klasse Fotomotiv. Der Fußmarsch dauerte ab dem Parkplatz ca. 30 Minuten. Wenn man nicht gerade vor 3 Monaten sein Kreuzband gerissen hätte, ein lohnender Spaziergang mit netten Hindernissen, welche meinem Knie aber ganz schön zu schaffen machten. Man muss hier übrigens gut aufpassen, da es immer wieder Todesopfer durch Abbrüche an den Kreidefelsen gibt.

Auf dem Rückweg konnte ich noch ein paar tolle Bilder, meiner Holzkern Armbanduhren machen. Danke an dieser Stelle nochmal für die Kooperation. Schaut doch mal auf der Homepage vorbei. Wirkliche super Uhren. Ich könnte nicht mehr ohne.
Den Abend und die Nacht verbrachten wir auf einem Parkplatz außerhalb von Sassnitz.
Am nächsten Morgen sollte es ja schon wieder zurück zu den Kreidefelsen gehen. Diesmal zum Aussichtspunkt Ernst-Moritz-Arndt-Sicht. Ab dem Parkplatz  Altstadt in Sassnitz, in ca. 45 Minuten Fußmarsch zu erreichen.

An dem Morgen sollte das erste Mal die Sonne den Kampf gegen das Grau der Wolken gewinnen. Nicht unbedingt meine Lieblingsbedingungen, ich hab´s dann schon lieber stürmisch und regnerisch. Zum Sonnenaufgang konnte man aber mit dem Licht arbeiten.
Nach dem Sonnenaufgang gab es dann erstmal Frühstück in unseren Hängematten von Amazonas Ultralight. Die von uns genutzte Moskito-Traveller Thermo Hängematte eignet sich auch super für die Nacht. Hierzu folgt aber mal noch ein extra Bericht.
Auch hier noch mal ein dickes Danke an Amazonas Ultra-light.

Für den Sonnenuntergang war dann der Weststrand im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft geplant. In Prerow haben wir uns für 6,00€ je ein Fahrrad ausgeliehen.
Mit dem Rad braucht man ca. 15 Minuten bis zum Strand. Zu Fuß entsprechend länger.

Am Strand angekommen, erwartete uns einmal mehr ein schöner Leuchtturm, welchen es so aber in einigen Jahrzehnten nicht mehr geben wird. Der Strand wird immer mehr vom Meer abgetragen.
Somit wird der Turm früher oder später komplett vom Meer umspült werden und schließlich einstürzen. Schieb deine Reise dorthin also nicht allzu lange auf.
Der Strand selbst ist definitiv einer der schönsten Strände, welche ich jemals gesehen habe und kann definitiv auch mit den tropischen Stränden Miamis, Indonesiens oder auch Australiens mithalten.
Hier erwartet dich noch Natur pur. Ein Paradies für Fotografen. Die Stunden bis zum Sonnenuntergang verbrachten wir dann wieder in unseren Hängematten. Ein Traum, auch wenn erst Ende Februar war. Ich hätte diese nicht missen wollen.
Pünktlich zum Sonnenuntergang zog dann aber ein gewaltiger Sturm auf und mehr wie ein paar Bilder waren dann nicht mehr drin, da wir uns dazu entschieden uns schnellstens auf den Rückweg zu machen #aufnummersichergehen!
Definitiv ist der Strand aber ein MUST SEE für jeden Norddeutschland Traveler.

Für den nächsten Morgen war dann nochmal der Gespensterwald in Nienhagen auf dem Programm. Mit dem Bus konnten wir direkt an einem Parkplatz am Waldrand nächtigen und hatten so keinen großen Fußmarsch am Morgen vor uns. Die Sonne zeigte sich aber auch an diesem Morgen leider nicht. So ähnelten die Bilder schon sehr denen vom ersten Besuch. Ich werde wiederkommen und zwar im Sommer und dann hoffentlich mit etwas Sonne.
Auch wenn es an der Ostsee mit Sicherheit noch einiges mehr zu sehen gibt, z.B. die Insel Usedom, kehrten wir ihr aufgrund Zeitmangel schon den Rücken. Schließlich waren auch noch 2 Spots an der Nordsee geplant. Die durften natürlich nicht fehlen, so oft habe ich schließlich nicht die Möglichkeit die 1.000km aus dem Allgäu hoch in den Norden zu fahren.
Nächster Stop war dann der Leuchtturm in Westerhever. Ein beeindruckendes Bauwerk direkt an der Nordsee. Die Bedingungen an diesem Abend waren aber auch sehr mau. Keine Sonne und auch nur langweilige Wolken… Trotzdem sind ein paar schöne Fotos entstanden. Den Leuchtturm erreicht man vom Parkplatz in ca. 30 Minuten. Den besten Ort zum Fotografieren aber schon nach etwa 15 Minuten. Halte dich hierzu an der ersten Kreuzung einfach rechts und folge dann dem Weg Richtung Leuchtturm. Auf halber Strecke findest du zu deiner linken Seite einen kleinen Bach im Vordergrund mit wunderschönem Blick auf den Turm.
Der letzte Sonnenaufgang oben im Norden, war dann auf der Insel Sylt geplant.
Mit dem Autozug ging es um ca.5.00 Uhr  von Niebüll auf die Insel im Wattenmeer.
Rund 80€ hat uns die Hin sowie Rückfahrt am selben Tag gekostet. Eigentlich sollte es auf Ellenbogen Sylt im Norden Sylts gehen. Hier hinderten uns aber Straßensperren an der Weiterfahrt.

Kurzerhand beschlossen wir, in den Süden nach Hörnum zu fahren. Hier steht ein baugleicher Leuchtturm wie der in Westerhever. Ganz so spektakulär ist dieser jedoch nicht.

Seisdrum wir probieren nochmal nach Ellenbogen Sylt (dem nördlichsten Ort Deutschlands) zu kommen.
Die Schilder standen immer noch da, wir entschieden aber diese zu ignorieren und siehe da, wir sind ohne Probleme bis zum Leuchtturm gekommen.
Die Bedingungen waren perfekt, noch keine hochstehende Sonne und vereinzelte Wolken am Himmel. Was ein Traum. Außer ein paar Schafen, waren wir vollkommen alleine. Ein wirklich traumhafter Ort. Ansonsten bin ich von Sylt aber nicht ganz so überzeugt gewesen und 80,00€ für diesen einen schönen Ort sind dann schon sehr viel.

Eigentlich sollte der Sonnenuntergang auch noch auf Sylt festgehalten werden. Den Plan änderten wir aber, denn sonst hätten wir den nächsten Tag noch länger auf der A7 verbracht. Also runter von der Insel und nochmal zum Westerhever Leuchtturm. Und was soll ich sagen. Es hat sich gelohnt. Diesmal nicht nur grau in grau sondern ein fantastischer Sonnenuntergang. #sehrzufrieden!
Im Anschluss ging es schon mal ein Teilstück die A7 runter. Den Schlafplatz haben wir dann wieder über die Eingangs erwähnte App gefunden.
Übrigens im Winter bekommst du da oben überall Rabatt bei den Parkplatzgebühren 😉! So sparst du dir im Vergleich zum Sommer oft 75% oder mehr.
Treuer Begleiter auf unserem Trip durch Norddeutschland, waren unsere beiden Jacken von Haukland. Hierbei handelt es sich um eine 5in1 Jacke die auf die Bedürfnisse von Fotografen hin entwickelt wurde. Neben extra großen Taschen, bietet diese z.B. einen idealen Platz für ein Mikrofasertuch im Ärmel oder eine Art kleiner Fotorucksack im Inneren der Jacken. Hier hast du z.B. Platz für Handy (wasserdichte Tasche), sowie Akkus oder SD-Karten.
Über die Jacke selbst folgt nach ausgiebigen Testen aber mal noch ein separater Bericht.

Bis jetzt entspricht sie aber voll meinen Wünschen und Ansprüchen. Vielen Dank an Haukland für die tolle Kooperation und noch bessere Jacke.
Nochmal zurück zu unserem Trip! Auf dem Heimweg legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Bamberg am alten Rathaus ein. Ein wirklich schönes Gebäude. Aber unbedingt deswegen würde ich auch nicht hinfahren. Wobei Bamberg noch einiges mehr zu bieten hat.
Bei Fragen oder Anregungen oder dem Wunsch eines meiner Bilder käuflich zu erwerben, 
bitte über fabianzocher-fotografie@outlook.de kontaktieren.

Ich hoffe euch hat mein Reisebericht gefallen und ihr seid jetzt auch auf den Geschmack gekommen.
Wie ihr bereits mitbekommen habt enthält der Bericht auch Spuren von Werbung. Allerdings nutze ich alle Gegenstände aus vollster Überzeugung und bin echt froh diese als meine Reisebegleiter zu haben.
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